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Artur DEICKE *1885

Artur Deicke

(Mein Großonkel)

http://www.histaviation.com/Deicke.html

Verwandschaftsdiagramm

Arthur Deicke , MünchenFliegen für weniger Geld (Der Deutsche Sportflieger Jan. 1936)Wir geben mit folgendem Artikel einem der ältesten deutschen Sportflugzeug- und Leichtflugmotoren-Konstrukteure Gelegenheit, unseren Lesern über seine Erfahrungen und Gedanken zum Thema ,,Volksflugzeug" zu berichten. Die SchriftleitungBeim Thema ,,Volksflugzeug", von dem man jetzt so oft hört und liest, wird in den meisten Menschen der Gedanke erweckt, daß wir nun bald, Ikarus gleich die Erdenschwere abschütteln und mit eigenen Kräften vogelfrei und unbeschwert dahin schweben können.Bedauerlicherweise sind wir aber so weit noch nicht. Doch ist es heute schon recht gut möglich ein bestimmtes Ziel mit ganz geringen Kräften zu erreichen wenn wir es richtig machen. Um dies zu verwirklichen, brauchen wir aber vorerst noch einen leichten und zuverlässigen Motor.Diesen zu entwickeln habe ich mir zur Lebensaufgabe gemacht, doch die Versuche waren langwierig und zeitraubend. Da als Flugmotor nur das Vollkommenste Lebensberechtigung hat, sind die Entwicklungskosten, die nicht, wie im sonstigen Fahrzeugbau von den Abnehmern getragen werden, auch sehr hoch.So konstruierte und baute ich in den letzten 12 Jahren eine ganze Reihe von luftgekühlten Zweitakt-Zweizylinder-Leichtflugmotorenmuster, mit und ohne Untersetzungsgetriebe, in verschiedenen Größen und Zylinderinhalten von 500 bis 750 ccm. Um es aber gleich zu sagen, war es mir bis heute nicht möglich mit den Getriebemotoren zu befriedigenden Betriebsergebnissen zu kommen, obwohl es auf verschiedene und teilweise sehr kostspielige Art versucht wurde.Seit einiger Zeit läuft nun jedoch ein Motor, der allen Anforderungen entspricht und dessen Preis Ca. 1200 RM. betragen wird. Doch ließe sich dieser Preis bei serienmäßiger Herstellung niedriger gestalten.Um nun aber auch mit einem derartigen kleinen Motor gut fliegen zu können, müssen wir unseren ,,Sportflugzeugen", (ich halte diesen Namen aus verschiedenen Gründen für richtiger als ,,Volksflugzeug"), das richtige Gesicht geben. Dies ist nicht sehr schwer, wenn wir darauf verzichten, mit einem kleinen und leichten Motor etwa gleich Passagierflugzeuge bauen zu wollen. Also auf jeden Fall: Das kleine schnelle Flugzeug ist sin Einsitzer! - der bei einer Fläche von ca. 6 m2 und einem Gewicht von 100-110 kg leicht herzustellen ist An diese Maschinen dürfen wir dann auch schon einige Anspräche stellen und werden erstaunt sein, was mit kleinen Motoren zu erreichen ist.In beigefügten Abbildungen (Schulterdecker-Limousine) ist ein Anfang gemacht der allerdings schon in das Jahr 1920 fälltEs gibt heute schon bessere Lösungen und Sache der jungen Konstrukteure ist es, dieselben in die Tat umzusetzen In dieser und anderen eigenen Maschinen ist der Motor entwickelt worden, nachdem sich ergeben hatte, daß mit den Kleinmotoren die es bis dahin zu kaufen gab, befriedigende Ergebnisse nicht erzielt werden konnten Die Maschine flog schon, trotz einer recht hohen Flächenbelastung von 33 kg/m2 mit 12 Ps. Mit immer weiter verbesserten und betriebssicherer gemachten Motoren erreicht dieselbe heute bei direktem Antrieb, das sind ca. 2600 U/mm und etwa 18 PS Leistung, 115 km Geschwindigkeit. Die Reisegeschwindigkeit bei stark gedrosselterm Motor (ca. 2000 U/mm) beträgt 85-90 km. Mit untersetzten Motoren und einer Leistung von 28 PS sind 140 km geflogen worden. Bei diesem Betrieb braucht der Motor 5-7-9 Liter Brennstoff pro Stunde, so daß hierdurch schon kleineren Geldbeuteln das Fliegen möglich wird.Daraus ist ersichtlich, daß es auf diesem Wege schon möglich ist, das Fliegen volkstümlicher zu machen, wenn auch zum ,,Volksflugzeug" der Weg noch recht lang und des Ziel noch in weiter Ferne liegt.Der Grund hierfür liegt allerdings nicht an technischen Voraussetzungen die mit unserem heutigen Wissen und Können schon weitgehend erfüllt werden können sondern auf dern Gebiet geeigneter Flugplatze und Unterstellmöglichkeiten sowie vereinfachter und billiger Zulassungsbedingungen. Es ist bekannt daß die Sportfliegerei und besonders wenn sie sich schnell zur Volksfliegerei entwickeln würde auf Verkehrs und Militärflugplätzen nicht gerne gesehen ist. Neue Flugplätze und Unterstellmöglichkeiten für große Mengen von Flugzeugen zu schaffen, aber mit bedeutenden Kosten verbunden ist Insofern ergeben sich für die Entwicklung des Volksflugzeuges vorläufig weitere Hemmungen und aus diesen Gründen dürfte leider so bald an eine Verwirklichung dieser Idee nicht zu denken sein. Damit werden aber auch die erforderlichen und technisch an sich möglichen Voraussetzungen für eine serien-mäßige und verbilligende Herstellung vorläufig unmöglich gemacht. Dies soll uns jedoch nicht abhalten weiter unser Streben fortzusetzen, dem Volksflugzeug den Weg zu bahnen und der schönsten aller Sportarten zurn Siege zu verhelfen.In dieserm Sinne ,,Hals- und Beinbruch“Arthur Deicke.

Artikel Rückflug aus dem Fliegermagazin Ausgabe 2/2006

Weitere Bilder zu Artur DEICKE findet Ihr im Album



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